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Seit dem der umstrittene Hoster MCColo nicht mehr im Internet weilt, hat sich auf dem Emailmarkt etwas getan – die Spammmails werden zwar nicht selten, aber seltener.

 

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Über den Google Page Rank

Der PageRank ist eine Entwicklung der beiden Google Schöpfer Larry Page und Sergey Brin. Die beiden Studenten hatten lediglich vorgehabt, eine Möglichkeit zu entwickeln, die einzelnen Webseiten besser bewerten zu können, mittels der Algorithmus-Methode. Qualitätssicherung aufgrund der Anzahl eingehender Links zur besseren Kontrolle. Grundidee war, dass die Wichtigkeit oder Relevanz einer Seite, automatisch steigen sollte, wenn andere Webseiten diese Seite verlinken - ein Beweis, dass diese Seite einen gewissen Mehrwert hat. Je größer die Anzahl der Verlinkung, desto größer auch die Wertung durch den PageRank und somit eine Bestätigung oder der Beweis, dass eine Seite im Netz auch gefunden wird.

 

Das PageRank-System beruht auf einer mathematischen Rechengrundlage, dem Algorithmus. Doch diesen hier jetzt genau zu erläutern, würde den Rahmen unseres Tutorials sprengen.Dennoch werden wir Ihnen einen kleinen Einblick in das Prinzip diese Berechnung geben.

 

Die Wertung, bzw. das Gewicht einer Seite wird über den PageRank definiert. Diese Wertung erfolgt zwischen den Zahlen 1 bis 10, wobei der niedrigste Wert, auch der niedrigsten Wertung der Webseite entspricht und umgekehrt. Je mehr Fremdseiten mit hohem PageRank Verweise zu Ihrer Webseite legen, also Links, desto höher wird der PageRank der eigenen Seite. Einfacher gesagt, die Webseite gewinnt also durch die Hilfe (Verlinkung) PR starker Seiten an Gewicht. Und wie viel Gewicht dieser Teil genau entspricht, ist in einer mathematischen, algorithmische Formel festgelegt.

 

PR(A)= (1-d) + d + ... PR (Tn)/C(Tn)


Hier ein kleines Rechenbeispiel:

Um zu einem PageRank von 3 zu kommen müssten Sie, laut dieser Formel,  101 Links mit PR 2 zu Ihnen verweisen. Es reicht aber auch, wenn Sie 3 Seiten haben, die mit einem PageRank von 4 Ihre Seite verlinkt haben. Möchten Sie höher gehen, mit dem Ziel einen PageRank mit der Ziffer 5 Ihr Eigen zu nennen? Dann würden Sie lt. Rechnung 3055 Links benötigen, die einen PageRank von 2 aufweisen können, oder aber 101 verweisende Links mit einem PageRank von 4. Fast schon zu einfach sieht es aus, um einen PageRank von 5 zu erreichen, hierzu brauchen Sie nur einen einzigen Verweis auf ihr Webseite, allerdings von einer Internetseite, die PR 7 aufweisen kann.

 

Sie sehen, der Algorithmus ist gar nicht so komplex, wie er scheint, und beinhaltet die Faustregel, dass je gewichtiger der PageRank der verlinkenden Internetseite ist, desto mehr Teile bekommen Sie von diesem Gewicht ab und erhöhen Ihren eigenen PageRank. Allerdings benötigen Sie neben Geduld für eine Stufe auf der Skala kontinuierlich immer stärkere Links.

 

Wenn Sie Ihren eigenen PageRank feststellen wollen, dient hierzu die Googletoolbar. Diese zeigt dann ganz automatisch den PR-Wert jeder Seite an, die man anklickt, also somit auch Ihre Eigene.

 

Der PageRank verändert sich allerdings nicht stetig, sondern plötzlich und meist unerwartet, denn das Update der Rankdaten findet im Schnitt alle drei Monate statt. Somit kann es also passieren, dass sich an Ihrer Wertung lange Zeit nichts tut, obwohl sie merklich feststellen, dass sich auf Ihrer Seite etwas getan hat.

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Google Pagerank - Kritik

Der Google PageRank scheint auf dem ersten Blick wirklich eine todsichere Sache zu sein, das war jedenfalls das Ziel von Larry Page und Sergey Brin gewesen. Es sollte die Möglichkeit sein, eine Webseite "ehrlich" bewerten zu können und sollte somit die Vertrauensbasis zwischen Webseitenbetreiber und Besucher darstellen. Der Google PageRank, schwer manipulierbar und deshalb auch so vertrauenserweckend?

 

Als der PageRank eingeführt wurde, zeichnete sich mit der Zeit eine erhebliche Verbesserung in der Nutzung der Google Suchmaschine und auch in deren Ergebnissen ab. Google filterte automatisch Seiten aus, die Manipulation durch Keywordspamming betrieb, oder im Allgemeinen kaum externe Links aufwiesen. Auch Webseiten, deren Inhalt zu wünschen übrig ließ, filterte Google aus und brachte ganz andere Ergebnisse zu Tage, als die Konkurrenz. Es schien, als sei mit dem PageRank eine Art Meilenstein in der Geschichte der Suchmaschine gelegt worden, was sich lange Zeit auch bewährte.

 

Mittlerweile hat sich das Blatt aber gewendet und PageRank steht nicht mehr für Meilenstein, sondern für Manipulation und Linkhandel. Nachdem immer mehr durchgesickert war, das Googles PR-Rank der wichtigste Faktor in der Suchmaschinenoptimierung ist, bekam nicht nur der Begriff "Link" eine große Bedeutung, sondern auch einen nicht gerade unerheblichen Marktwert. Das Internet bekam einen völlig neuen Marktplatz, den Linkhandel. Ob Kauf, Tausch oder Miete, jeder wollte seinen Teil vom Kuchen abhaben. Wie aus dem Nichts entstanden plötzlich Services und Agenturen, die sich gezielt mit der Vermarktung von Links beschäftigen und somit eine neue Marktlücke stopften. Zeitgleich brach eine Welle willkürlicher Linkverteilungen in Foren und Gästebüchern auf, mit dem Ziel, seine Links möglichst weit zu verbreiten, der PageRank-Wahn hinterließ also auch seine negativen Spuren.

 

Und da musste auch Google sich schließlich eingestehen, dass die PageRank Grundidee zwar eine Gute war, aber die Ausführung leider doch zu leicht manipulierbar. Plötzlich war der PageRank nur noch das Mittel um sich über den finanziellen Weg Vorteile zu verschaffen, bzw. die Möglichkeit sich auf Googles Kosten die Taschen zu füllen, woran sich auch bis heute noch nichts grundlegendes geändert hat. Der Linkhandel boomt nach wie vor weltweit, und Google scheint noch keinen Weg gefunden zu haben, gezielt gegen diese Manipulation vorzugehen. Das Einzige was man inzwischen versucht hat, ist eine Möglichkeit gegen Foren- und Blogspamming vorzugehen - hierbei soll das Attribut "rel=nofollow" eine Hilfe sein. Ein Link, der dieses Attribut enthält, wird automatisch abgewertet, bzw. ignoriert und hat somit keinen Einfluss mehr auf den PR-Wert. Ähnliches versucht Google auch mit Webseiten, deren Sevicedienstleistungen sich in irgendeiner Form mit Linkhandel beschäftigt. Auch diese werden abgestraft, oder sogar komplett aus dem Google-Index gelöscht. Ob dies auf Dauer die Lösung sein wird, ist allerdings mehr als fraglich.

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Google Pagerank - gibt es eine Alternative?

Das PageRank-System ist einfach zu ausgeklügelt und sinngemäß, als das Google und Webseitenbetreiber, in Zukunft darauf verzichten können, denn immerhin der PR-Wert immer noch der wichtigste Orientierungspunkt für beide. Dennoch ist es Fakt, dass der PageRank zwar Informationen über das Ranking verrät, aber keinerlei Hinweis auf die wirkliche Qualität der Webseite. Um genau dieses Problem zu beheben, hat man inzwischen einige Alternativen entwickelt, die wir Ihnen auch jetzt vorstellen, wie folgt:

 

Der Hilltop-Algorithmus:

Der Hilltop-Algorithmus-Patent entstand in Toronto und wurde bereits schon im Jahre 2003 von Google gekauft. Mit diesem Bewertungssystem, wird eine Webseite anhand von Suchwörtern bewertet, bzw. es wird geprüft, inwiefern der Textinhalt mit eingegebenen Suchwörtern übereinstimmt. Ganz klar werden hier erst einmal die Seiten der Experten in den Vordergrund gestellt, da hier die Übereinstimmung Suchwort und Textinhalt meist gegeben ist, und auch auf weitere themenrelevante Seiten verwiesen wird. Nach den Expertenseiten werden die Autoritätsseiten bestimmt. Mit Autoritätsseiten sind hier Seiten gemeint, deren Links auf mindestens zwei Seiten verweisen, die auf einen Experteninhalt schließen lassen.

 

Hubs and Authorities:

Dies ist ein Auswahlverfahren, das üblicherweise unter der Bezeichnung "Hits" bekannt ist. Es bewertet die Seite zum einen durch die Anzahl, bzw. auch der Qualität der Verlinkungen auf der Seite, die sogenannte Hubeigenschaft, und zum anderen die Bewertung der ausgehenden Links, der Autoritätseigenschaft. Ein Algorithmus, an dem auch Jon Kleinberg mitgewirkt hat und mittlerweile  zu einem festen Bestandteil im Internet geworden ist.

 

Trustrank:

Auch bei diesem Bewertungssystem liegen die Patente bei Google und wurde ursprünglich zum Kampf gegen Spamseiten ins Leben gerufen. Doch von Spamseiten kann bei Wikipedia und DMOZ nicht die Rede sein, denn das sind hier die genannten Beispiele, die für den Trustrank stehen. Der Trustrank bewertet also Seiten, die zum einen vertrauenswürdig und zu dem auch noch über Experteninhalt verfügen. Von hier an werden alle ausgehenden Links verfolgt, geprüft und erhalten schließlich ebenfalls die Wertung des Trustranks , ähnlich dem PageRank-Prinzip.

 

Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Entwicklungen und Verfahren, die Suchmaschine noch vertrauenswürdiger und noch besser zu machen. In Zukunft wird auch hier stets das Ziel sein, die Irrelevanz wieder in Relevanz zu verwandeln. Doch die Gegenseite wird auch hier nicht schlafen und immer neue Möglichkeiten finden, das System zu hintergehen und Manipulation zu betreiben. Das ist der Nachteil der automatisierten Nutzung. Und somit könnte die Lösung der Zukunft wieder mehr in die manuelle, bzw. redaktionelle Richtung gehen.



 
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