Kostenfalle: Linkkauf & Linkmiete
Der erfahrene Suchmaschinenoptimierer will nichts von gekauften oder gemieteten Links wissen, er schwört eher auf die harte Optimierungsarbeit und die Portion Geduld. Dies ist mit Sicherheit eine der besten und auch kostengünstigeren Lösungen. Dennoch steht oft die Möglichkeit, käuflich Links oder die Pacht zu übernehmen, im Raum. Es wird gemunkelt, dass sogar viele große, kommerzielle Webseiten sich ihren PageRank durch Kaufen oder Mieten von Links aneignen. Und dabei die Kosten sogar als Werbungskosten absetzen.
Generell ist der Tausch von Links eine einladende Methode, um die Webseite populärer und auch suchmaschinenfreundlicher zu gestalten. Allerdings lassen sich viele Betreiber ihre starken Links mehr oder weniger teuer bezahlen. Mittlerweile gibt es sogar eigene Linkmiet- und Linkkaufportale oder man ersteigert sich seinen Linkpartner in einem Internetauktionshaus. Das Kaufen oder Mieten von Links hat deswegen so einen großen Reiz, da sich hier die Chance bietet, die Anzahl von schwachen Links auf der eigenen Webseite zu minimieren und sie auf zwei, drei starke Links zu beschränken - das Ranking ist auch hier das Ziel. Vermitteln werden diese Links durch die sogenannten Linkbroker, die sich beruflich darauf spezialisiert haben, Käufer und Verkäufer zusammenzubringen.
Bevor Sie entscheiden, sich den bezahlten Links zu widmen, sollten Sie sich zunächst mit folgenden Grundregeln des Linktausches auseinandersetzten, damit es am Ende kein böses Erwachen gibt:
Grundsätzlich gilt: Gute Links haben ihren Preis. Wenn Ihnen also Angebote unterbreitet werden, in denen Ihnen ganze Pakete voller starker PageRank Links versprochen werden, sollten Sie schon skeptisch werden. Seriöse und gute Links, beispielsweise mit PR 6, können im monatlichen Mietpreis schon um die 50 Euro liegen, stärkere Links natürlich auch mal wesentlich mehr.
Gehen Sie bei der Investition nicht davon aus, dass sich der PageRank der gemieteten oder gekauften Webseite sofort auch auf das Rankingverhalten Ihrer Webseite auswirkt. Je nachdem, wie Google diesen plötzlichen Linkreichtum bewertet, kann es sogar sein, dass Sie die ersten Monate ausgemustert werden und in der Sandbox landen.
Ebenfalls ein Kriterium, dass Sie beim Kauf oder bei der Miete eines Links beachten sollten, ist, nicht versehentlich in weitere gefürchtete Filter der Suchmaschine zu gelangen. Beispielsweise würde eine neue Webseite automatisch ausgefiltert werden, wenn hier plötzlich schon Links mit einem PR über 5 gefunden werden würden. Fangen Sie deshalb klein an und entscheiden Sie sich für Links, die im PageRank unter 5 liegen. In wenigen Monaten werden auch Sie Ihren eigenen PR-Wert besitzen und können so ein natürliches Wachstum vorweisen.
Vor dem Kauf sollten Sie sich auch unbedingt vergewissern, ob der hier angebotene Link bzw. dessen PageRank auch wirklich der Wahrheit entspricht. Es gibt viele Möglichkeiten diese Angabe zu manipulieren, z. B. indem eine Spiegelung vorgenommen wird, oder die Linkpower der gewählten Seite einfach gestohlen wurde. Mittlerweile wurden einige kostenlose Tools entwickelt, die genau solche Finten aufspüren und die Echtheit des PageRanks überprüfen können. Wir haben in unserem Bereich SEO Tools einige dieser Tools für Sie hinterlegt.
Auch hilfreich, um ein Linkgeschäft so sauber wie möglich abschließen zu können, ist eine sogenannte Backlinkanalyse. Mit dieser Analyse können Sie alle Backlinks der Seite sichtbar werden lassen, womit Sie auch gleichzeitig einen Einblick in deren Qualität bekommen. So können Sie selbst abwägen, ob die gewählte Seite auch in Zukunft für Erfolg spricht, oder ob der PageRank sich nicht mehr lange halten lässt. Auch das Thema Domainpopulariät gewinnt hier wieder an Bedeutung. Um diese festzustellen, benötigt es wieder einiger Tools, die Sie unter SEO Tools finden können.
Um dennoch beim Handel mit Links zu sparen, ist es möglich, diese über das Sponsoring oder Spenden zu erwerben. Viele Internet Seiten finanzieren so ihre Entwicklung, meist Organisationen, Selbsthilfegruppen oder Vereine, und sind gerne bereit für Spenden ihre Links zur Verfügung zu stellen. Allerdings ist diese Idee nicht mehr ganz so neu und schon auf vielen Seiten verwirklicht worden, passen Sie also auf, dass Sie nicht in der Masse untergehen.
Abschließend lässt sich hier sagen, dass der Handel mit Links eine wohlüberlegte und bestens geprüfte Angelegenheit sein sollte, damit es am Ende kein böses Erwachen gibt. Unseriöse Anbieter finden Sie an jeder Ecke.
