Webhosting
Was ist Webhosting ?
Der Begriff „Webhosting“ ist ähnlich einer Pacht. Ein Anbieter, der sogenannte Provider bietet dem Betreiber einer Webseite die Möglichkeit, seine Internetpräsenz bei ihm unterzubringen, sprich: das Hosten auf einem dafür bereitgestellten Webserver. Meist erfolgt diese Dienstleistung gegen Entgelt und dem Betreiber werden sämtliche Funktionen, teilweise auch die entsprechende Software zur Verfügung gestellt, um die Pacht des Platzes auf dem Server einzunehmen.
Die Auswahl an Providern ist mittlerweile so groß, dass es schwerfällt, auch hier den Überblick zu bewahren und sich nicht genau für den Falschen zu entscheiden. Meistens hilft da ein kleiner Blick hinter die Kulissen, beispielsweise auf die angebotenen technischen Voraussetzungen. Manche Anbieter geizen mit Speicherplatz und auch das monatliche transferierte Datenvolumen kann am Ende eine Kostenfalle sein – immerhin soll Ihre Webseite ja wachsen und gedeihen.
Und wo wir gerade von „wachsen und gedeihen“ sprechen: Auch ist es wichtig, dass der Provider mittels Technik in der Lage ist, dass das gewählte Angebot auch in der Zukunft noch ausbaufähig ist. Ein sogenanntes „Upgrade“ sollte jederzeit möglich sein, damit die Webseite bei fortlaufender Technik auch mithalten kann.
Zum Start einer Webseite reicht u. U. schon die aussagekräftige „Webvisitenkarte“, mit der mit wenigen MB Datenvolumen das Wichtigste gesagt werden kann. Zur Weiterführung gehört jedoch der Ausbau mit mehreren Seiten und kann auch von klein über fein, bis hin zu einer Webseite mit eigenem Server reichen. Hier ist die Möglichkeit zum Upgrade ausschlaggebend.
Den idealen Richtwert gibt es hierbei nicht, denn hier spielen Sinn und Zweck eine große Rolle. Wo für eine einfache Page mit informativem Inhalt im Monat nur knapp 50 MB Speicherplatz und höchstens 1GB Traffic im Monat benötigt werden, ist dieses Volumen bei gut besuchten Webseiten eher die Angabe zum Tages-, wenn nicht sogar stündlichen Bedarf. Die Größe des benötigten Angebotes muss somit jeder ganz individuell entscheiden.
Mittlerweile wird man von Anbietern und Angeboten regelrecht überhäuft, sodass in den meisten Fällen der Preis - ein stetiger Kampf, um Angebot und Nachfrage - in den letzten Jahren sichtlich gefallen ist. Eine Entscheidungshilfe sollte auf jeden Fall sein, ob Ihr Anbieter auch MySQL (zur systematischen Datenverarbeitung) und die Programmiersprache PHP unterstützt. PHP ist ein durchaus hilfreicher Faktor, wenn hier der Aufbau einer dynamischen Webseite gewünscht wird.
Auch Apache-Module können sich für die Zukunft einer Webseite als durchaus wichtig zeigen und deshalb sollte Ihr Provider auf alle Fälle die Funktion "mod_rewrite" anbieten. Nichts ist schlimmer, als mit scheinbar endlos langen URLs arbeiten zu müssen. Mit mod-rewrite können Sie den Wortlaut dieser URL ändern und somit einfacher darstellen. Auch unterstützt diese Funktion, dass Internetadressen so umgeleitet werden können, dass sie sich positiv auf die Suchmaschinen auswirken.
In Ihrem eigenen Interesse und natürlich auch zum Zwecke der eigenen Kontrolle, sollte Ihr Provider auch das Downloaden sogenannter "Logfiles“ erlauben. Die ist ein Datenindex, der sämtliche Bewegungen auf Ihrer Webseite speichert. Hier wird neben Datum und Uhrzeit, auch die Herkunft der Besucher festgehalten, welche Seiten betrachtet wurden, und wie lange sie geblieben sind. Dies sind wichtige Informationen, die Ihnen eine große Hilfe auf dem Weg zur Optimierung sein können, denn immerhin ist es nach wie vor der Mensch, den Sie ansprechen wollen.
Für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung ist also die richtige und sinnvolle Wahl des Providers so wichtig, wie das Salz in der Suppe. Achten Sie also darauf, dass ihr Anbieter auch sämtliche hier genannten Funktionen unterstützt und auch upgradefähig ist.
