Zukunftsaussichten

Entstehung der Webverzeichnisse mit Blick in die Zukunft

Bis Ende der 90er Jahre gehörten die Webverzeichnisse zum sicheren Inventar des Internets und waren eine beliebte Anlaufstelle für Internetnutzer, die gezielt nach Informationen suchten. Die Inhalte der Webverzeichnisse wurden i. d. R. redaktionell eingegeben, was zur Folge hatte, dass es immer etwas länger dauerte, bis neue Webseiten in die Listungen und Verzeichnisse aufgenommen wurden. Doch trotz allem lag Yahoo mit seinem Verzeichnis in der Beliebtheitsskala ganz oben.

 

1998 begann mit dem „Open Directory Projekt“ eine ganz neue Ära der Webverzeichnisse und Kataloge. Es war vielmehr nur ein Versuch, durch internationale Editoren, die Eintragungen zu erleichtern und die Wartezeit zu verkürzen. Mit diesem ODP oder auch "Directory at Mozilla" (DMOZ) genannt, wurde aus dem anfänglich kleinen Versuch, heute der größte Webkatalog im Netz. Er beinhaltet mit über 5 Millionen Einträgen durchaus eine ansehnliche Möglichkeit zur Informationssuche.

 

Doch wirklich spürbar ist der Erfolg nicht und beschränkt sich auch hier wieder auf die großen Verzeichnisse, wie bei Yahoo, da hier eingetragene Seiten in der Vertrauenswürdigkeitsstufe keine Einschränkung haben und dementsprechend höher gelistet werden.

 

Es könnte also gut möglich sein, dass die Beliebtheit der Webkataloge wieder ansteigt, da viele Internetnutzer mittlerweile viel Wert auf kontrollierte und bewertete Webseiten legen. Hierbei werden die neusten Techniken, wie beispielsweise Googles Trustrank, wo nur manuell bewertete Seiten hoch gelistet werden, dankend angenommen.